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DAS FOTO – Bildaufbau und Farbdesign


Der neue Mante!  Das Fotolehrbuch der Spitzenklasse. Mante hat in der aktualisierten und erweiterten Neuauflage dieses Standardwerkes, seine Bildersprache und seine anerkannte Lehrmethode zum systematischen Erlernen der Bildgestaltung auf den aktuellen Stand gebracht. Eine von Fachleuten empfohlene und hochgelobte Schule für fotografisches Sehen und ausgefeilte Bildgestaltung.
Harald Mante, Das Foto – der Toptitel für die Ausbildung von Fotografen, Fotodesignern und jeden, der sich ernsthaft mit der gestalterischen Seite der Fotografie auseinander setzen möchte.          


Kein Bildinhalt ohne Gestaltung

Unabhängig vom Inhalt und von der Bedeutung bezieht jedes Bild seine optische Wirkung durch die Elemente der Gestaltung und der Farbgebung. Eine gute Bildkomposition unterstreicht den Bildinhalt ohne selbst aufdringlich zu sein.
Die Lehrer des Bauhauses - und später deren Schüler - haben sich sehr intensiv mit allen Problemen von Punkt, Linie, Fläche und Farbe auseinandergesetzt. Diese Lehren habe ich nach einem Studium der angewandten Malerei mit den Büchern
»Bildaufbau - Gestaltung in der Fotografie« (1969) und »FARB-DESIGN in der Fotografie« (1970) auf das Medium Fotografie übertragen.

Allen Porter (Camera) schreibt im Vorwort zu »Bildaufbau«: »Man sucht nach Wegen die Fotografie zu erlernen wie andere Kunstübungen, aber auf der Beherrschung der Technik allein kann keine Kunst bestehen. Ziel und Absicht in der Plazierung, Verteilung und Ordnung von Linie, Raum, Tiefe und anderen Faktoren sind es, worum wir uns bei einem schöpferischen Bild bemühen müssen.« und »Ich habe in meinem Unterricht oft die Notwendigkeit gespürt ein solches Buch zu haben, damit der Lernende seine eigenen Arbeiten nach einem bewussten Gestaltungskonzept verwirklicht und nicht nur in der »Nachahmung des Lehrers«.« Im Vorwort zum »FARB-DESIGN« sagt Karl Pawek: »Farbfotografie ist gegenüber der Schwarz-Weiß-Fotografie ein völlig neues »Werk« mit neuen Gestaltungsansprüchen. Wer Farbaufnahmen macht, will mit der Farbe etwas erreichen. Die Farbe hat daher in der Fotografie eine ganz neue Dimension des Gestalterischen eröffnet, sie hat in die Fotografie etwas hinein gebracht, was vorher höchstens ein Mißverständnis der Kunstfotografen war: das Design.« und »Wenn Farbfotografie nicht völlig sinnlos sein soll und nicht ausschließlich in der Imitation gängiger Leitbilder bestehen soll, wenn es den sich selbst entfaltenden Farbfotografen geben soll, dann muß er die Gesetze des Farb-Design erlernen«.Langjährige Lehre und ständiges unabhängiges Fotografieren haben meine Kenntnisse erweitert und mir bewusst gemacht wie sehr sich Gestaltung und Farbgebung verzahnen.

Gibt es eine Gebrauchsanweisung für gute Bilder ? Eine Frage, die nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten ist, denn die Antwort liegt irgendwo dazwischen. Dazwischen, weil jedes Bild immer zwei Ebenen der Beurteilung hat – die Ebene »Inhalt und Aussage« mit den Bereichen des rationalen Erkennens und des emotionalen Reagierens und die Ebene »Qualität der Gestaltung« mit den Bereichen Bildaufbau und Farbdesign. Bildinhalte werden vom Betrachter nicht nach Qualität, sondern nach Informationsgehalt und dem Interesse an dieser Information gemessen. Grob eingeteilt in sehr
interessanter, interessanter, weniger interessanter und uninteressanter Bildinhalt – immer aus der Perspektive des jeweiligen Betrachters. Bildinhalte können zudem auch informativ, belehrend, dramatisch, belustigend, erschütternd, traurig usw. sein. Um zu interessanten Bildinhalten zu kommen braucht es den Zufall oder kreative Ideen und pfiffige Konzepte – und, um diese zu finden und zu entwickeln gibt es weder Gebrauchsanweisungen noch Rezepte. Bemerkenswert ist, dass Bildinhalte selbst bei schlechter Technik und schlechter Gestaltung noch erkannt werden können. Eine gute Technik und eine gute Gestaltung hat somit primär die Aufgabe, den Erkennungsprozess zu erleichtern und zu unterstützen. Dabei gelten für jedes Bild zwei allgemeine Thesen. Erstens: es gibt keinen Inhalt ohne Gestaltung, wobei es aber Kriterien für die Qualität der Gestaltung gibt. Zweitens: es gibt keine Gestaltung ohne Inhalt – und sei der Inhalt noch so uninteressant. Bildinhalt und -gestaltung können zunächst sogar identisch sein und erst durch ein spezielles Wissen ihre inhaltliche Bedeutung bekommen. Zu sehen ist zum Beispiel ein grosser roter Kreis auf einem weissen Rechteck oder ein schwarzes Quadrat auf weissem Untergrund = für den entsprechend gebildeten Betrachter die japanische Nationalfahne und das berühmte Bild des russischen Malers Kasimir Malewitsch. Da es für die Bereiche des Bildaufbaus und des Farbdesigns erlernbare Gesetzmässigkeiten gibt, ergeben sich hier, ebenso wie bei der erlernbaren Fototechnik, auch Möglichkeiten der qualitativen Beurteilung. Die Mittel der Gestaltungselemente und der Farbkontraste, die erlauben ein Bild als ein in seiner Gestaltung gutes Bild zu bezeichnen, können am Bild selbst analytisch erklärt und aufgezeigt werden. Für den Bereich der Gestaltung gibt es somit durchaus Mittel, die man als eine Art »Gebrauchsanweisung« bezeichnen könnte. Ein Wissen über die Gesetzmässigkeiten der künstlerischen Mittel kann zu einer fundierten Bildbeurteilung und einer qualitätvollen Bilderstellung befähigen. Darüber hinaus ist es grundsätzlich eine Bereicherung im Bereich des Sehens und Empfindens, des mehr Sehens (als vorher) und des mehr Sehenkönnens als andere Betrachter, die nicht über das Wissen verfügen. Das Anwenden der Mittel darf dabei natürlich nicht zum Selbstzweck werden. Das Wissen um die Gestaltungsmittel sollte total verinnerlicht sein und bei der praktischen Arbeit aus dem Unterbewusstsein, also sozusagen »aus dem Bauch heraus« Einfluss nehmen. Bei fotografischer Arbeit kann so die Konzentration völlig bei der Aufnahme und im Bereich des Motives und dessen Inhalt liegen.


Autor

Harald Mante

Professor Harald Mante, geboren 1936, studierte angewandte Malerei und Grafik an der Werkkunstschule Wiesbaden.
1967 der erste Lehrauftrag in Wiesbaden, 1971 Berufung nach Wuppertal, seit 1974 an der Fachhochschule Dortmund tätig.
Mante ist Autor zahlreicher Bildbände und Lehrbücher zur Fotografie, unter anderen der drei Bände Objektive kreativ nutzen, Filme kreativ nutzen (mit Co-Autor Diplom Fotodesigner Josef H. Neumann) und Motive kreativ nutzen, erschienen im Verlag Photographie. Harald Mante schreibt regelmäßig didaktische Beiträge für Fotozeitschriften; seine freien fotografischen Arbeiten wurden mehrfach ausgestellt und ausgezeichnet. Seine international berühmten und mit Preisen geehrten Kalenderwerke sind gesuchte Sammelobjekte.



Aus dem Inhalt

Kein Bildinhalt ohne Gestaltung       7
Der Punkt       14
Der Punkt und störende Punkte        16
Zwei und drei Punkte            22
Optische Linien und optische Flächen          28
Punkthäufung, Struktur und Raster  34
Die Linie         40
Entstehung und Kräfte der Linie      42
Die waagerechte Linie im Quer- und im Hochformat          48
Die senkrechte Linie im Quer- und im Hochformat 54
Die Diagonale und die Schräge im Quer- und im Hochformat        60
Freie Linien, Linie und Begleitlinie, Linienkontrast, Linienteilung 66
Die Fläche      72
Rechteck und Quadrat als Form und Bildfläche      74
Kreis, Dreieck und Oval als Gestaltungsmittel         80
Formvarianten, freie Formen, Formenkontrast         86
Allgemeine Kontraste            92
Form und Untergrund: Negativ- und Positivform    94
Der Hell-Dunkel-Kontrast, Licht und Beleuchtung 100
Die Darstellung des Raumes, Wirkung von Brennweiten    106
Die Farbkontraste       112
Die Farben erster und zweiter Ordnung, der Farbton-Kontrast       114
Die Farben dritter Ordnung, der Qualitäts-Kontrast            120
Der Komplementär-Kontrast, der Quantitäts-Kontrast        126
Der Kalt-Warm-Kontrast       132
Farbwirklichkeit und Farbwirkung, der Simultan-Kontrast 138
Die Anwendung der Mittel   144
Die Harmonie der Farben, Farbklänge          146
Statische und dynamische Gestaltung,
lineare und koloristische Farbgebung            152
Die imaginäre Form: der Anschnitt   158
Ungewohntes Sehen: das Hochformat          164
Kreative Unschärfe    170
Fotografisches Sammeln: die Serie    176
Darstellung von Zeit: die Sequenz    184
Biographie      190
Sachwortverzeichnis  191



ISBN

978-3-933131-94-2


Preise

Preis Euro (D): 49,95
Preis Euro (A): 51,40
Preis CHF (CH): 82,00


Bibliografische Daten

192 Seiten
über 700 Farbabbildungen und Grafiken
Großformat 22,5 x 29 cm
gebunden mit Schutzumschlag


Artikelnummer 5212

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